Beschreibung
Hör genau hin, früh am Morgen… Es donnert und hallt wider vom Gesang der Vögel. Für uns Menschen ist Vogelgesang ein Genuss. Für die Vögel dreht sich all das Pfeifen um zwei Dinge: Krieg und Frieden. DIE KÄMPFE: Warum Krieg und Frieden? Ein Grund für den Gesang der männlichen Vögel ist die Verteidigung ihres Territoriums gegen Rivalen. Mit ihrem Pfeifen kämpfen sie im Frühling gewaltlos gegen ihre Konkurrenten. Sie singen: „Hier bin ich!“, „Verschwinde, sonst greife ich dich an!“, „Ich bin der Stärkste!“ oder noch besser: „Ich bin der Boss!“ DIE Chöre: Der andere Grund dreht sich um Frieden, um Liebe. Im Frühling werden die männlichen Vögel ungeduldig. Sie lassen alle Vorsicht fahren und singen aus vollem Hals. Je länger das Männchen singt, desto größer ist die Wahrscheinlichkeit, dass ein Weibchen vorbeikommt und sich die Zeit nimmt, ihren potenziellen Partner zu begutachten. DIE SÄNGER: Ist dir aufgefallen, dass hier oben nur die Männchen sind? Denn tatsächlich singen nur die Männchen. Weibchen haben kein Revier zu verteidigen und müssen die Männchen nicht umwerben. Eine Ausnahme bildet das Rotkehlchen. Rotkehlchen singt zwar, aber nur im Herbst und Winter, wenn sie ihr Revier genauso vehement verteidigt wie die Männchen. DIE IMITATOREN: Manchmal beschränkt es sich nicht nur aufs Singen. Manche Vögel sind auch brillante Imitatoren. Stare zum Beispiel imitieren die Geräusche von Telefonen und Alarmanlagen. Am Rotterdamer Hauptbahnhof gibt es Stare, die Zuggeräusche nachahmen. Der Meister der Imitation ist jedoch der australische Leierschwanz. Was auch immer man sich vorstellen kann, dieser Vogel beherrscht es.





