Beschreibung
Der Name Alabaster bezeichnet zwei verschiedene Mineralien: Gips und Kalzit (oder Selenit). Der wesentliche Unterschied liegt in der Härte der beiden Varianten. Gipsalabaster ist so weich, dass er sich leicht mit dem Fingernagel ritzen lässt (Härte 1,5 bis 2). Kalkstein ist widerstandsfähig gegen Fingernägel, lässt sich aber mit einem Messer ritzen (Härte 3). Kalkstein ist ein gelblich-weißer, relativ harter Marmor. Er wird auch orientalischer Alabaster genannt, da er bereits in der Antike im Nahen Osten verarbeitet wurde. Eine weitere Bezeichnung ist Onyxmarmor, da seine gebänderte Struktur an Onyx erinnert. Der griechische Name Alabasterrit könnte von der ägyptischen Stadt Alabastron stammen, wo der Stein abgebaut wurde. Es ist aber auch möglich, dass die Stadt nach dem Stein benannt wurde. Zudem wird vermutet, dass der Name arabischen Ursprungs ist. Orientalischer Alabaster wurde häufig zur Herstellung von Parfüm- und Salbenflaschen verwendet. Auch ägyptische Kanopenkrüge wurden oft aus Alabaster gefertigt. Gipsalabaster (oder Selenit) ist ein durchscheinender Stein aus teilweise kristallisiertem Gips, der in Knollen vorkommt. Seine Ursprungsgebiete liegen unter anderem in England, Italien, Spanien und Ägypten. Die Alabasterknollen weisen oft Unebenheiten an der Oberfläche auf. Tonreste und Erdpartikel sind teilweise im Stein enthalten. Diese Verunreinigung ist charakteristisch für Alabaster und trägt zu seinem Charme bei. Auch heute noch wird Gipsalabaster für die Herstellung von Kunstgegenständen und Gebrauchsgegenständen verwendet. Eine Hochzeit zum 75. Hochzeitstag wird als „Alabasterhochzeit“ bezeichnet.





