Beschreibung
Religiöse Bilder sind Teil dieser Gestaltung. Sie tragen zur geistigen Wachheit bei, indem man während des Gottesdienstes religiöse Gegenstände und Statuen in der Kirche betrachtet. Dies ist vergleichbar mit den Buntglasfenstern einer Kirche, die religiöse Szenen oder Heilige darstellen. Dadurch fühlen sich die Gottesdienstbesucher spirituell umgeben. Katholiken bitten zudem die Jungfrau Maria und die Heiligen um Fürsprache und Gebet.
Man sieht daher oft Statuen dieser Heiligen, an die man seine Gedanken, Gebete und Bitten richten kann. Kunst ist ein Ausdruck innerer Gefühle – zur Ehre Gottes. In den ersten 1600 Jahren des Christentums konnten die meisten Menschen weder lesen noch schreiben. Jedes Buntglasfenster und jede Statue in mittelalterlichen Kirchen erzählte eine Geschichte. Analphabeten konnten die Bilder in den Kirchenfenstern betrachten und die jeweilige Geschichte verstehen. So waren die Statuen und Gemälde nicht nur schön und ehrfurchtgebietend, sondern auch äußerst praktisch. Sie erzählten die biblische Geschichte, und der Priester konnte während seiner Predigten auf die Objekte zeigen. Statuen und Buntglas waren für die Priester Lehrmittel, Hilfsmittel und Erinnerungsstücke. Wenn wir durch einen klassischen Schrein gehen und die Statuen sehen, hat jeder Heilige seine eigene Geschichte. Ein gebildeter Christ konnte die Geschichten all dieser Heiligen lernen und sie seinen Kindern erzählen, selbst wenn er nicht lesen konnte. Dies erklärt auch die klassische Anordnung der Fenster: ein großes zentrales Bild, umgeben von zahlreichen kleineren. Mit der richtigen Erklärung konnte man schnell und einfach die ganze Geschichte – beispielsweise die von Johannes dem Täufer – sowie alle wichtigen Aspekte des Lebens Christi erlernen. Es handelte sich dabei nicht um falsche Bilder, die angebetet werden sollten, sondern um Erinnerungen an die Heilsgeschichte.





